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Asbest

Asbest entsorgen - immer noch ein Thema

Asbest - Vorsicht bei der Entsorgung

Asbest ist ein natürlich vorkommendes Mineral. Wegen seiner idealen technischen Eigenschaften wie Brandfestigkeit, Elastizität und seiner hervorragenden Isolationswirkung wurde Asbest in der Vergangenheit universell eingesetzt. Asbest wurde früher (60er und 70er Jahren) sehr häufig eingesetzt. Heute dürfen Produkte, die Asbest enthalten, nicht mehr verkauft werden.

Warum darf Asbest nicht mehr verkauft werden?

Heute weiß man, dass Asbest aus feinsten Fasern besteht, die über die Atemwege in den Körper gelangen können. Seit 1978 ist Asbest in verschiedensten Anwendungen verboten. Seit dem Jahr 1990 müssen Produkte, die Asbest enthalten, mit einem Symbol gekennzeichnet werden. Seit 2004 dürfen asbesthaltige Artikel weder wiederaufbereitet noch wiederverwendet werden.

Warum ist Asbest gefährlich?

Asbest ist ein krebserregender Stoff und kann daher sehr gefährlich für uns werden. Eine der charakteristischsten Eigenschaften des Materials ist, dass es sich in feine Fasern zerteilt. Diese können sich der Länge nach weiter aufspalten und daher leicht eingeatmet werden. Auf diese Weise können schwere Erkrankungen ausgelöst werden, wie etwa Asbestose oder auch Lungen- oder Kehlkopfkrebs.

Was ist Asbestose?

Unter Asbestose versteht man eine „Asbeststaublunge“, also eine krankhafte Verhärtung des Lungen-Fasergewebes. Erste Anzeichen einer solchen Erkrankung sind oft Reizhusten, Kurzatmigkeit oder Brustschmerzen, im weiteren Verlauf kann sie zu chronischer Bronchitis, einer Herzvergrößerung oder Lungenverhärtung führen.

Tückisch an einer Erkrankung, die durch Asbest hervorgerufen wurde, ist, dass sie im Allgemeinen erst Jahre bis sogar Jahrzehnte später auftritt.

Wann ist Asbest gefährlich?

Asbest wird vor allem dann gefährlich für uns, wenn Fasern freigesetzt und diese eingeatmet werden. Das kann beispielsweise ganz einfach im Zuge einer Renovierung oder Sanierung passieren. Eine Aufnahme von Asbest über die Haut oder den Magen-Darm-Trakt wurde nicht als gefährlich nachgewiesen.

Man unterscheidet hier zwischen schwach gebundenen Produkten (z.B. Asbestpappe) und fest gebundenen Produkten (z.B. Asbestzement). Materialien mit schwach gebundenem Asbest geben leicht Fasern als feinen Staub ab, weswegen sie eine konstante Gefahr darstellen.

Wo finde ich Asbest in meinem Haus?

Für einen selbst ist es etwas schwer herauszufinden, in welchen Produkten im Haus Asbest vorhanden sein kann. Asbest kann beispielsweise in Wellplatten, Fassadenplatten, Kanalrohren, Fußbodenbelegen usw., die in den 60er und 70er Jahren hergestellt wurden, noch immer vorkommen. In Bremsbelegen für Autos war Asbest sogar noch bis in den 70er Jahren im Einsatz! Bei Bedarf kann eine Analyse der Raumluft auf Asbest beantragt werden. In diesem Fall wendet man sich am besten an einen Fachmann.

Wie erkenne ich Asbest?

Es ist leider gar nicht einfach, Asbest als solchen zu identifizieren. Meistens ist er hellgrau, grau oder auch graubraun und findet sich in den bekannten gewellten Dachplatten. Der Baustoff wurde jedoch auch häufig für den Bau von Fassaden oder Blumenkästen verwendet.

Achtung! Die Idee, Asbest durch Geruch zu erkennen ist sehr gefährlich, da das Einatmen des Stoffes höchst gefährlich ist. Außerdem besitzt das Material keinen Eigengeruch, weswegen er ohnehin nicht am Geruch erkannt werden könnte.

Ob bei der Errichtung eines Gebäudes Asbest verwendet wurde, lässt sich oft am einfachsten noch durch das Baujahr ableiten: Die Verwendung von Asbest hatte ihre Hochphase ab den 1960er-Jahren und bis zum Verbot 1993 wurde der Baustoff sehr häufig verwendet. Bei Gebäuden, die in dieser Zeit gebaut oder womöglich auch renoviert wurden, besteht also eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit, dass Asbest verwendet wurde. Dieser kann sich beispielsweise im Dach, der Fassade oder Fensterbänken finden, aber auch für Fußböden wurden häufig Asbestkleber verwendet.

Wann wurde Asbest verboten?

Asbest wurde in der EU in den 1990er-Jahren verboten, als seine krebserregende Wirkung nachgewiesen wurde. In Gebäuden, die vor diesem Zeitpunkt errichtet wurden, findet man daher auch heute noch eine Menge davon in Wänden und Dächern. Vor allem wenn diese Gebäude nun nach einigen Jahrzehnten renoviert, saniert oder gar abgerissen werden, stellt die damalige Verwendung von Asbest ein großes Problem dar.

Asbestverdacht: Was tun?

Wenn bei Renovierungsarbeiten der Verdacht auftritt, dass Asbestfasern frei werden könnten, sollte man diverse Arbeiten sofort einstellen. Am besten kontaktiert man unverzüglich befugte Fachleute für eine sachgemäße Entsorgung und Demontage. Auf keinen Fall sollte man Asbest selbst entsorgen! Der Stoff bedarf besonderer Behandlung. Er darf beispielsweise nicht zerschnitten oder gebrochen werden.

Was kostet es Asbest zu entsorgen?

Der Preis der Asbestentsorgung kann stark variieren und ist meistens abhängig von den Anfahrtskosten des Entsorgungs-Unternehmens.

Die Entsorgung von Asbest bei Containerdienst24

Der Containerdienst Eternit/Baustoffe aus Asbest ist ideal für die Entsorgung asbesthaltiger Stoffe.

Was darf hinein?

  • Asbesthaltige Beläge
  • Asbestschnüre
  • Asbestzement allgemein
  • Asbestzementrohre
  • Eternitplatten aus Asbest
  • Jegliche asbesthaltige Eternit-Abfälle

Was darf nicht hinein?

  • Flüssige Abfälle (z. B. Altöl, Säuren, Laugen) 
  • Gefährliche Abfälle (z. B. leere Lack- oder Spraydosen, Chemikalien) 
  • Gips- und Gipskartonplatten (z. B. Rigips)
  • Holzwolle-Leichtbauplatten (z. B. Heraklith) 
  • Kunststoffe
  • Sperrmüll

 

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