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Asche

Asche entsorgen – so geht’s richtig  

Ob beim Grillen im Sommer oder Anheizen des Kamins im Winter – Asche kann das ganze Jahr über entstehen. Aber wie beseitigt man sie richtig? Wir zeigen dir, wie du Asche fachgerecht entsorgen kannst und worauf du dabei achten solltest. 

Asche gehört in die Restmülltonne

Das Wichtigste zuerst: Trotz möglicher Rückstände von Schwermetallen sind haushaltsübliche Mengen von Asche in der Regel kein Sondermüll, sondern diese werden im Restmüll entsorgt. Du kannst übriggebliebene Asche also in deine reguläre Mülltonne geben. 

Asche im Restmüll entsorgen: Darauf musst du achten

Bevor du die Asche in die Restmülltonne kippst, solltest du allerdings folgendes beherzigen:

  • Asche muss vollständig ausgekühlt sein: Lass dich dabei nicht täuschen! Auch wenn die Asche oberflächlich betrachtet bereits als erloschen erscheinen mag, kann sie im Inneren noch nachglühen. Kommt dann Luft dazu, ist das eine tückische Mischung, denn Sauerstoff kann selbst kleinste Glutreste wieder in Brand setzen. Sammle die Asche daher am besten vorab in einem Metallbehälter mit Deckel und lasse sie dort auskühlen. Alternativ kannst du auch einen Aschesauger verwenden. Als Faustregel gilt: Nach Entnahme der Asche aus einem Kamin-Feuerraum oder von einem Grillplatz sollten mindestens 48 Stunden verstreichen. Mit etwas Wasser kannst du bei Bedarf testen, ob noch Glutnester vorhanden sind, die zu Knistern und Dampfen beginnen. 
  • Asche sollte in einen Müllbeutel gegeben werden: Es empfiehlt sich, die kalte Asche nicht direkt in die Tonne zu schmeißen, sondern sie in einen Müllbeutel zu kippen und diesen gut zu verschließen. So vermeidest du Staubbelastung und hältst deine Restmülltonne sauber. 

Asche ins Altstoffsammelzentrum bringen

In manchen Gemeinden kannst du anfallende Asche auch direkt im Altstoffsammelzentrum abgeben oder sie zu einer Verwertungsanlage bringen. Erkundige dich am besten vorab, ob dies in deiner Nähe möglich ist. 

Biomüll oder Kompost: Keine gute Idee!

So manch einer liebäugelt damit, die Asche in der Biotonne zu entsorgen oder auf den Kompost zu schütten, Experten raten jedoch ab: Zwar ist das geringfügige Anreichern von Kompost oder Gartenerde mit Kaminasche grundsätzlich möglich, da diese über förderliche Nährstoffe verfügen kann, die Natur freut sich darüber jedoch nur bedingt. Denn Holzasche kann beachtliche Anteile verschiedener Schwermetalle enthalten. Diese gelangen beim Düngen in den Boden – und damit auch in angebautes Gemüse oder Obst. Die Folge: Es kann zu unkontrollierter Schadstoffanreicherung kommen. Achtung: Auch Holzasche aus naturbelassenem Holz ist meist nicht gänzlich frei von Schwermetallen! Zudem erhöht Holzasche den pH-Wert im Komposthaufen, Kräutergarten oder Gemüsebeet und kann die ohnehin inzwischen meist stark vorhandene Überdüngung weiter verstärken. Der in der Holzasche enthaltene Kalk ist außerdem schädlich für viele Pflanzen und Kleinstlebewesen. 

Asche sollte im eigenen Garten daher nur mit Bedacht und keinesfalls in großen Mengen ausgebracht werden. Zur Orientierung: Verwende maximal zwei bis drei Liter Asche von natürlichem, unbehandeltem Holz pro zehn Quadratmeter Fläche in einem Jahr. Halte dabei Abstand von Briketts oder Grillkohle – bei diesen Varianten können weder die Herkunft noch die Art der Behandlung lückenlos nachgewiesen werden. 

In der Restmülltonne ist Asche auf jeden Fall besser aufgehoben! 

Alternative Verwendungsmöglichkeiten für Asche

Aber es muss nicht immer gleich die Tonne sein – Asche kann im Haushalt und in der Werkstatt wahre Wunder bewirken – zum Beispiel:

  • Als Reinigungslösung: Eine stark verrußte Glastür eines Holzofens, eine fleckige Backofenscheibe oder verschmutzte Edelstahltöpfe können damit im Handumdrehen wieder zum Strahlen gebracht werden. Dafür brauchst du lediglich etwas Zeitungspapier, welches du mit Wasser anfeuchtest, in Asche tauchst und als Putzmittel gebrauchst.  
  • Als Poliermittel: Mit Holzasche lässt sich auch angelaufenes Silber- oder Kupferbesteck wieder auf Hochglanz bringen. Arbeite hierfür mit trockener, feingesiebter Asche, die du auf ein weiches Tuch gibst und damit das jeweilige Küchenutensil polierst. 
  • Als Holzverfeinerer: Wer Wasserflecken von unbehandeltem Holz entfernen möchte, kann auch dafür Holzasche verwenden. Befeuchte hierfür einen Korken mit etwas Öl, tauche diesen in Asche und reibe den Fleck damit ordentlich ein.
  • Als Streusalz: Da Asche eine ähnliche Wirkung wie Streusalz hat, kann es im Winter am eigenen Grundstück zur Beseitigung von Eis eingesetzt werden. 

FAQ

Wie entsorgt man Asche am besten?

Asche von einem Kamin oder Grill wird im Restmüll entsorgt. Aufgrund der Schwermetall-Belastung sollten die Biotonne oder der Kompost besser gemieden werden. 

Warum darf Asche nicht in den Kompost?

Asche kann giftige Stoffe enthalten, die dem Boden sowie Pflanzen schädigen können. Sie eignet sich daher nur bedingt als Düngemittel und ist in der Restmülltonne weitaus besser aufgehoben. 

Wie lange kann Asche brennen?

Ausgeräumte Asche, die in einem Ofen, Kamin oder Griller übriggeblieben ist, kann bis zu 24 Stunden danach noch zu einem Brand führen. Bevor die Asche in eine Mülltonne gegeben wird, solltest du sie daher in einem feuerfesten Behälter auskühlen lassen. Als Faustregel gilt: Warte mindestens 48 Stunden, um Glutnester vollständig zu eliminieren.