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WC-Verstopfung

WC-Verstopfung

Was nicht in den WC-Abfluss darf und wie ihr eine Verstopfung in eurer Toilette verhindern könnt, zeigen wir euch hier!

In Österreich gibt es für jegliche Abfallfraktionen gut funktionierende Verwertungs- und Entsorgungswege, welche im Sinne des Umwelt- und Ressourcenschutzes auch genutzt werden sollten. Leider wird nach wie vor viel zu viel über den vermeintlich leichteren Weg, die Toilette, entsorgt.

Das sollte aber verhindert werden!

Was alles nicht in den WC-Abfluss darf, erfahrt ihr hier

Mit Toiletten-Fehlwürfen haben die Kläranlagenbetreiber und Wasserversorger alle Hände voll zu tun. Nicht nur die Rohre verstopfen, auch die Pumpen sind in den meisten Fällen nicht mehr funktionsfähig. Die Reparaturen können Millionen Euro Schaden verursachen. Doch damit nicht genug, das Entfernen der Abfälle, die fälschlicherweise in der Toilette landen, und die Reinigung des Wassers kosten die Kanalbetreiber viel Geld und Aufwand. Durch aufwendige chemische und physikalische Filteranlagen werden flüssige Schadstoffe aus dem Abwasser entfernt.

Die Kosten für diesen Mehraufwand treffen uns schlussendlich alle in Form der Abwassergebühren. WC-Verstopfungen verhindern schützt also nicht nur die Abwasserinfrastruktur und das Grundwasser, es trägt auch dazu bei, Abwassergebühren möglichst gering zu halten und unsere Geldbörse zu schonen. 

Was darf nicht ins WC geworfen werden und warum?

Warum verstopfen Rohre? Vor allem Toiletten verstopfen schneller, als man sich vorstellen kann. Das kann einige Gründe haben. Von zu viel Klopapier, Essensresten, Feuchttüchern oder anderen Dingen, die keinesfalls in den WC-Abfluss gehören. Neben den Schäden an den Rohren und den Pumpwerken, können Medikamentenreste ins Grundwasser, in Seen und Flüsse gelangen und die dort lebenden Organismen schädigen.

Die Toilette ist kein Entsorgungsweg! Habt ihr was zu entsorgen?

 

Container mieten

 

Keine Medikamente in die Toilette werfen

Wenn in der Umwelt, in Flüssen und Seen Wirkstoffe von Schmerzmitteln, Antibiotika oder anderen Medikamentenresten nachgewiesen werden können, liegt das meist daran, dass diese davor in der Toilette entsorgt wurden. Arzneimittelwirkstoffe können in Kläranlagen gar nicht oder nur teilweise entfernt werden. Dies hat eine Schädigung der Umwelt zur Folge und kann vor allem Hormonsysteme verschiedener Ökosysteme, die mit den Restwirkstoffen in Berührung kommen, schädigen und gefährden.

Essensreste und Küchenabfälle in den Biomüll

Wer hat nicht schon einmal guten Gewissens Reste des letzten Abendessens ins Klo geschüttet, mit dem Gedanken, alles richtig zu machen?

Essensreste haben im Abwasser nichts zu suchen, da sie Ratten und andere Tiere anlocken können. Wenn ihr Fette oder Öle vom Kochen übrig habt, sammelt diese bitte separat und bringt sie zu einem Altstoffsammelzentrum in eurer Nähe. Ölreste und Fette im Abwasser können erheblichen Schaden bei den Abwasseranlagen verursachen und eine nachträgliche Reinigung des Abwassers von Ölen und Fetten ist besonders mühsam.

Wenn euch also mal etwas Suppe oder Eintopf übrigbleibt, ab damit in den Biomüll und nicht in den Abfluss der Toilette! Am besten wäre es natürlich, Lebensmittelabfälle gänzlich zu vermeiden. Wie dies durch die richtige Lagerung der Lebensmittel funktionieren kann, könnt ihr gerne hier nachlesen.

 

Lebensmittel richtig lagern

 

Feuchttücher, Küchenrolle und Taschentücher nicht ins WC

Papier ist Papier und darf in die Toilette geworfen werden? Falsch. Das mag für viele überraschend sein, aber um Abwasserleitungen nicht zu verstopfen, ist es ganz wichtig, Feuchttücher, Küchenpapier und Taschentücher über den Restmüll zu entsorgen und nicht in die Toilette zu werfen.

Aber warum? Das erklären wir euch hier!

Aufgrund der unterschiedlichen Aufgaben haben Feuchttücher, Küchenpapier und Taschentücher eine ganz andere Zusammensetzung und andere Materialeigenschaften als herkömmliches Toilettenpapier. Dieses zersetzt sich, sobald es nass wird, in seine einzelnen Fasern, wobei Taschentücher und Küchenrollen viel fester sind und sich auch im nassen und feuchten Zustand nicht so schnell auflösen. Infolge kann das Entsorgen über die Toilette nicht nur zu WC-Verstopfungen führen, sondern verursacht auch enormen Mehraufwand in der Kläranlage. Dort müssen sie mühselig mit Rechen und Sieben vom Abwasser abgetrennt werden.

Achtung! Also bedenkt bitte immer: Papier ist nicht gleich Papier und muss unterschiedlich behandelt werden.

Zum Thema Papier und Altpapier gibt’s hier mehr interessante Informationen.

 

Was gehört ins Altpapier?

 

Hygieneartikel – ab damit in den Restmüll

Binden, Tampons, Slipeinlagen und andere feste Abfälle haben nichts in der Toilette verloren. Sobald sich diese Produkte mit Wasser vollsaugen, verfangen sie sich in Rohren oder Anlagenteilen der Abwasseranlagen und müssen mit viel Extraaufwand und kostenaufwändig aussortiert werden.

Selbiges gilt übrigens auch für:

  • Wattestäbchen
  • Kondome
  • Verbandszeug
  • Alte Zigarettenkippen

Achtung: Auch Katzenstreu kein Fall fürs Klo

Ach, wie einfach wäre es, gebrauchtes Katzenstreu einfach in die Toilette schütten zu können? Bitte nicht!

Denn nasses Katzenstreu verklumpt sich zu großen, festen Brocken und verschließt die Abflussleitungen der Toilette. Die Katzenstreu wird mit Wasserkontakt hart wie Beton und die folgenden Reparaturleistungen könnten euch tief ins Geldtäschchen schauen lassen.

Katzenstreu daher bitte immer in den Restmüll!

Lösungsmittel, Farben und Lacke niemals in die Toilette schütten

Reste von Lösungsmitteln, Farben und Lacken können erheblichen Schaden für die Abwasserreinigung anrichten. Meist enthalten diese Stoffe, die Mikroorganismen im Belebtschlammbecken der Kläranlagen an ihrer Arbeit hindern. Diese haben zur Aufgabe biologisch zersetzbare Substanzen aus dem Abwasser zu entfernen und es somit zu reinigen. Die Lack-, Farb- und Lösungsmittelreste sind für die Mikroorganismen giftig und dadurch können Verschmutzungen aus dem Abwasser weiter bis ins Trinkwasser gelangen. Außerdem greifen die besagten Reste und Substanzen die Technik und Bausubstanz der Abwasseranlagen an.

Daher flüssige Farb- und Lackreste sowie Lösungsmittel sammeln und zu einer Schadstoffsammelstelle bringen. Nur so kann eine fach- und umweltgerechte Entsorgung garantiert werden.