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Lebensmittelabfälle reduzieren - ist das möglich?
 

Lebensmittelabfälle reduzieren - ist das möglich?  

17.03.2025

6 Tipps für weniger Lebensmittelabfälle

Tagtäglich landen Brot, Gemüse, Milchprodukte, Fleisch- oder Wurstwaren im Müll. Die meisten Lebensmittelabfälle machen mehr als die Hälfte des Haushaltsmülls aus. Doch die Lebensmittel werden nicht ordnungsgemäß über die Biotonne entsorgt – sie werden auch über den Restmüll oder den Kanal entsorgt. Die häufigsten Ursachen sind mitunter zu viel gekaufte Ware, falsch gelagerte Ware, Übriggebliebenes und Lebensmittel, die das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten haben. Dabei bedeutet das MHD nicht, dass die Lebensmittel ab diesem Tag nicht mehr verzehrbar sind.

Um selbst einen wertvollen Beitrag zu leisten, indem man ein paar simple Sachen befolgt, haben wir euch 6 Tipps zusammengefasst, wie ihr Lebensmittelabfälle vermeiden könnt.

#1 Den Einkauf planen

Der erste und wohl wichtigste Tipp, um weniger Lebensmittelabfälle zu verursachen, ist es, den Einkauf zu planen. Klingt eigentlich ganz einfach, oder? Wenn du nur die Lebensmittel kaufst, die du tatsächlich verwendest, kannst du Lebensmittelverschwendung ganz einfach vermeiden. Überlege dir jeden Sonntag oder zu Beginn der Woche genau, was du kochen möchtest, und schreib dir eine Einkaufsliste fürs Food-Shopping.

#2 Den Kühlschrank richtig einräumen

Ein gut organisierter Kühlschrank hilft dabei, Lebensmittel rechtzeitig zu verbrauchen, bevor sie verderben. Beim richtigen Einräumen kann man so einiges falsch machen. Zu beachten sind unter anderem die unterschiedlichen Klimazonen sowie die Sichtbarkeit der einzelnen Produkte. Mehr dazu erfährst du in unserem Blogbeitrag::
So lagerst du Lebensmittel richtig.

#3 Obst und Gemüse richtig lagern

Ein bunter Obst- und Gemüsekorb sieht zwar schön aus, kann aber die Haltbarkeit mancher Lebensmittel verkürzen. Tomaten, Birnen, Äpfel und Bananen setzen das Reifegas Ethylen frei, das andere Früchte schneller verderben lässt. Wie du Obst und Gemüse am besten lagerst, erfährst du in unserem gesonderten Blogbeitrag:
So lagerst du Lebensmittel richtig.

#4 Essensreste richtig aufbewahren

Verstaust du auch übrig gebliebenes Essen in der Tupper-Dose im Kühlschrank? Guter Ansatz, jedoch hält sich das Essen in Einmachgläsern im Kühlschrank deutlich länger. Der Vorteil von Glas ist, dass es aus chemischer Sicht keinerlei Auswirkungen auf den Inhalt hat. Außerdem ist Glas geschmacksneutral und kühlt effizienter. Besser für die Umwelt ist Glas auch, denn im Gegensatz zu Kunststoff ist Glas beliebig oft recycelbar.

#5 Lebensmittel länger haltbar machen

Man glaubt es kaum, aber es lässt sich fast alles an Lebensmitteln einfrieren. Der Vorteil dadurch ist die lange Haltbarkeit der Lebensmittel. Das Einfrieren beginnt bei Essensresten, gilt aber auch für Brot, Fleisch, Gemüse etc. Alles, was du dafür brauchst, ist viel Platz in deiner Tiefkühltruhe.

Übrigens kannst du auch Milch einfrieren. Ist diese erstmal geöffnet, hält sie nur wenige Tage. Ist der Haushalt eher klein oder benötigt man Milch nur selten, verdirbt diese meist schnell. Eingefroren hält sie bis zu 3 Monate, die Konsistenz verändert sich ein wenig, der Geschmack und die Qualität bleiben aber dieselben. Probiere es einfach einmal aus! Dasselbe gilt für Eier, Tomatensoße, Hackfleisch etc.

#6 Mindesthaltbarkeitsdatum verstehen

Man kann einfach nicht oft genug darauf hinweisen, dass es sich beim Mindesthaltbarkeitsdatum um jenes Datum handelt, bis zu dem der Hersteller garantiert, dass die Lebensmittel haltbar sind. Die meisten sind noch lange danach genießbar – verlasse dich da einfach auf deine Sinne und rieche daran, bevor du diese gleich wegschmeißt. Schimmeln die Lebensmittel, solltest du natürlich keine Experimente wagen und es probieren.

Bist du dir bei Eiern unsicher, ob diese noch genießbar sind, kannst du diese in kaltes Wasser legen: Schwimmen die Eier oben, sind sie schlecht, gehen diese unter, sind sie genießbar. Beim Fleisch riecht man es in der Regel sofort – ist dies nicht gleich „erriechbar“, erkennt man, dass es schlecht ist, an der schleimigen Konsistenz. Beim Gemüse erkennt man es meist bereits an der Farbe: Ist Brokkoli beispielsweise mittlerweile gelb, ist er nicht mehr genießbar. Bei Milchprodukten erkennt man, ob sie schlecht sind, ebenfalls am Geruch: Riecht Käse nach saurer Milch, bitte nicht mehr verzehren. Hat der Fisch einen zu „fischigen“ Geruch, sollte man diesen ebenfalls nicht mehr konsumieren.