Dein Standort
Ansprechperson
Um deinen regionalen
Ansprechpartner zu ermitteln, benötigen wir bitte die
Eingabe deines Standorts.
PV-Module

PV-Module entsorgen: Fachgerecht und sicher für die Umwelt

Deine Photovoltaik-Anlage hat ausgedient und du fragst dich, wie du deine PV-Module entsorgen kannst? Gleich vorab: In Österreich regelt das Elektroaltgerätegesetz (EAG) seit 2014 die Entsorgung von PV-Modulen. Hersteller und Importeure sind seitdem verpflichtet, diese Art von Sondermüll zurückzunehmen – unsachgemäßes Entsorgen über den Restmüll ist gesetzlich verboten und kann empfindliche Strafen nach sich ziehen.

Egal, ob du nur ein einzelnes Modul oder gleich eine komplette Solar-Anlage entsorgen willst – die fachgerechte Entsorgung von PV-Modulen ist wichtig, nicht nur um gesetzliche Vorgaben einzuhalten, sondern auch die Umwelt zu schonen. 

Photovoltaik Entsorgung: Zur Schonung von Umwelt und Ressourcen

Ein Photovoltaik-Modul ist ein komplexes Bauteil, das aus wertvollen Rohstoffen wie Glas, Aluminium und Silizium besteht. Neben diesen recyclingfähigen Materialien enthalten diese Solar-Bauteile jedoch auch bedenkliche Substanzen wie Blei, Cadmium und andere Schwermetalle. Ein unsachgemäßer Recycling-Vorgang kann zur Freisetzung dieser Stoffe führen und dadurch schwerwiegende Umweltschäden verursachen, insbesondere durch die Verunreinigung von Boden und Grundwasser.

Verwertbare und kritische Komponenten der Solarmodule

  • Wiederverwendbare Bestandteile: Glas, Aluminiumrahmen und Siliziumzellen können effizient recycelt und in der Produktion neuer Photovoltaik-Module oder anderer Bauteile eingesetzt werden.
  • Gesondert zu entsorgende Bestandteile: Kunststoffrückseiten, Dichtmaterialien und Schwermetalle wie Cadmium und Blei müssen umweltgerecht entfernt und separat entsorgt werden.

Unterschiedliche PV-Entsorgung je nach Modul-Technologie

Auch je nach Modul-Typ unterscheiden sich die Anforderungen bezüglich fachgerechten Recyclings:

  • Silizium-basierte Bauweise: Dieses Modul kann zu einem großen Teil recycelt werden, insbesondere die Stoffe Glas und Silizium.
  • Dünnschichtmodule: Enthalten oft Schwermetalle wie Cadmium-Tellurid, die spezielle Entsorgungsverfahren erfordern.
  • Organische PV-Module: Aufgrund des hohen Kunststoffanteils ist das Recycling hier technisch anspruchsvoller und weniger effizient.

In Österreich ist es deshalb gesetzlich vorgeschrieben, Photovoltaik-Module über zertifizierte Entsorgungsstellen zu recyceln. Durch richtiges Recycling können bis zu 90 % der Materialien wiederverwendet werden, so trägst du aktiv zum Umweltschutz bei und unterstützt die nachhaltige Nutzung wertvoller Ressourcen.

Entsorgung der PV-Module – das sagt das Gesetz

Seit 2014 regelt die Elektroaltgeräteverordnung (EAG-VO) die Entsorgung von Photovoltaik- und Solarmodulen in Österreich. Diese Verordnung sorgt dafür, dass der Prozess klar strukturiert und umweltfreundlich erfolgt. Das bedeutet für dich:

  • Hersteller & Händler sind verpflichtet, deine alten PV-Module kostenlos zurückzunehmen, wenn sie nach dem 1. Juli 2014 in Verkehr gebracht wurden. Auch Elemente, die vor dem 1. Juli 2014 verkauft wurden, müssen kostenlos zurückgenommen werden, sofern sie durch neue ersetzt werden.
  • Ob Privatpersonen ihre alten PV-Module beim örtlichen Altstoffsammelzentrum abgeben können, sollte am besten direkt dort erfragt werden. Hier wird vor allem hinsichtlich der Bauart des Moduls unterschieden, ob dort für eine fachgerechte Vorgehensweise gesorgt werden kann. Nimm vor der Anlieferung also bitte unbedingt Kontakt auf.
  • Das gesamte Recycling von Photovoltaik-Anlagen muss über zertifizierte Fachbetriebe laufen, die den hohen Umweltstandards entsprechen.

Tipp: Nimm Kontakt mit deinem Installateur oder Händler auf, ob er deine Solarmodule zurücknimmt. Oft bieten Installationsbetriebe auch einen Rundum-Service an, der Demontage und Entsorgung inkl. Recycling umfasst.

Entsorgung der Solarmodule – so funktioniert es

Der Recycling-Prozess von Photovoltaik-Modulen ist einfacher, als du vielleicht denkst, und läuft in mehreren Schritten ab:

  1. Abgabe oder Abholung: Zuerst bringst du die alten Photovoltaik-Module zu einer Sammelstelle oder beauftragst ein Entsorgungsunternehmen mit der Rücknahme, sodass sie direkt bei dir zu Hause abgeholt werden.
  2. Demontage: In den Recyclinganlagen werden zunächst die Aluminiumrahmen entfernt. Auch die Kabel und elektrischen Komponenten werden getrennt, um die einzelnen Materialien besser verarbeiten zu können.
  3. Zerkleinerung: Die Bauteile werden im weiteren Schritt in kleine Stücke zerkleinert. Dies erleichtert die Trennung der verschiedenen Materialien.
  4. Materialtrennung: Das zerkleinerte Material wird in die unterschiedlichen Komponenten getrennt. Glas, Metalle und Kunststoffe werden separiert und für die Wiederverwertung vorbereitet.
  5. Wiederverwendung: Die gewonnenen Rohstoffe fließen zurück in den Produktionskreislauf. Glas wird beispielsweise für neue Produkte verwendet, Aluminium findet in verschiedenen Industriezweigen wieder Verwendung.

Durch diesen Recycling-Prozess können bis zu 90 % der Materialien wiederverwertet werden. Das ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern spart auch Kosten in der Herstellung neuer Produkte.

Wo kannst du PV-Module entsorgen?

In Österreich gibt es verschiedene Wege, Photovoltaik-Anlagen zu entsorgen. Hier sind die wichtigsten Möglichkeiten:

  • Altstoffsammelzentren: In vielen Orten gibt es Altstoffsammelzentren, die Solarmodule annehmen. Nimm vorab am besten Kontakt mit deiner Gemeinde auf, wo du die nächste Sammelstelle findest – achte jedoch darauf, welche Annahmebedingungen gelten. Es werden nicht alle Bauarten akzeptiert.
  • Rückgabe beim Händler: Ob der Händler zu einer kostenlosen Rücknahme verpflichtet ist, regelt in Österreich, wie vorhin bereits erwähnt, die Elektroaltgeräteverordnung. Diese Regelung gilt für alle Hersteller und Importeure, die diese Produkte in Österreich in Verkehr bringen.
  • Fachbetriebe: Es gibt spezialisierte Unternehmen, die sich in diesem Bereich spezialisiert haben. Diese Betriebe bieten oft einen Rundum-Service an, der Demontage, Transport und fachgerechte Vorgehensweise beim Entsorgen umfasst. Das ist besonders praktisch, wenn du eine große Anlage entsorgen möchtest.

Tipp: Erkundige dich vorab beim Hersteller, Händler oder dem Fachbetrieb über die jeweiligen Kosten und Bedingungen. Manche Unternehmen bieten auch die Möglichkeit eines Weiterverkaufs, sofern die Bauteile noch funktionsfähig sind.

Kosten bei der Entsorgung von Solaranlagen

Die Kosten für die PV-Entsorgung können stark variieren, je nachdem, wann die Module gekauft wurden und wie viele entsorgt werden sollen. Hier sind die wichtigsten Faktoren, die die Kosten beeinflussen:

  • Kostenlose Entsorgung: Wenn deine Module nach Juli 2014 in Verkehr gebracht wurden, ist das Entsorgen in der Regel kostenlos. Hersteller und Händler sind zur Rücknahme gesetzlich verpflichtet, ohne dass dir Kosten entstehen.
  • Transportkosten: Falls du die Module nicht selbst zu einer Sammelstelle bringen kannst, können jedoch für den Transport zusätzliche Kosten anfallen. Diese variieren je nach Entfernung und Größe der Anlage. Am besten hier direkt beim Unternehmen nachfragen.
  • Entsorgung älterer Module: Für Module, die vor 2014 installiert wurden, können Kosten anfallen. Die Preise bewegen sich hier zwischen 100 € und 300 € pro Tonne, abhängig vom Unternehmen und der Rücknahme-Menge.
  • Möglicher Restwert: In manchen Fällen haben alte, aber noch funktionsfähige Module einen Restwert. Dieser kann beim Weiterverkauf oder der Weiterverwendung angerechnet werden und die Entsorgungskosten reduzieren.

PV-Module entsorgen – dein Beitrag zum Umweltschutz

Das Recycling von Photovoltaik-Modulen bietet nicht nur ökologische, sondern auch wirtschaftliche Vorteile. Durch die Rückgewinnung wertvoller Rohstoffe und die sichere Entfernung schädlicher Stoffe trägt es zur Ressourcenschonung bei. Gleichzeitig stärkt es die Kreislaufwirtschaft und unterstützt die Entwicklung nachhaltiger Technologien. Diese Vorteile reichen weit über den reinen Umweltschutz hinaus und fördern sowohl den Klimaschutz als auch wirtschaftliche Stabilität.

  • Rohstoffe zurückgewinnen: Materialien wie Glas, Aluminium und Silizium werden recycelt.
  • Schadstoffe sicher entfernen: Schwermetalle wie Cadmium und Blei werden umweltgerecht entsorgt.
  • Klimaschutz fördern: Durch Recycling sinkt der CO₂-Ausstoß.
  • Wirtschaft stärken: Die Kreislaufwirtschaft schafft Arbeitsplätze und senkt Rohstoffkosten.

Diese Vorteile unterstreichen die Bedeutung einer fachgerechten Entsorgung für Umwelt und Wirtschaft.

FAQs

Wie lange halten PV-Module?

Die Lebensdauer von PV-Modulen liegt in der Regel zwischen 20 und 30 Jahren. Danach sinkt die Effizienz, und ein Austausch kann sinnvoll sein.

Was passiert, wenn ein Solarmodul kaputt wird?

Wenn ein Solarmodul beschädigt wird, solltest du es so schnell wie möglich entfernen, da gebrochene Glasabdeckungen oder freiliegende elektrische Komponenten ein Sicherheitsrisiko darstellen können. Intakte, aber defekte Module können in vielen Fällen repariert werden. Ist das nicht möglich, achte darauf, dass die Entsorgung fachgerecht erfolgt, um Umweltbelastungen durch Schadstoffe zu vermeiden.

Wer zahlt die Entsorgung von PV-Modulen?

Bei Modulen, die nach dem 1. Juli 2014 gekauft wurden, ist die Entsorgung in der Regel kostenlos. Für ältere Elemente können Entsorgungskosten anfallen, die vom Eigentümer getragen werden müssen. Wenn deine Module noch funktionstüchtig sind, kann ein Restwert den Aufwand verringern. Am besten nimmst du vorab Kontakt mit einem Fachbetrieb auf und lässt dich beraten, welcher Service angeboten wird.